Tanz als spirituelle Praxis - Seminarreihe Sakraler Tanz

Du gibst meinen Schritten weiten Raum (Ps18,37)

15.09.2017 - 19:00 - 17.09.2017 - 12:30
17.11.2017 - 19:00 - 19.11.2017 - 12:30
Referierende: 
Veranstaltungsort: 
Bildungshaus Schloss Großrussbach AT 2114 Großrußbach
Informationen zum Inhalt
Tanzgattung: 
Folkloretänze
Gebetstänze
Sakraler Tanz
Themen: 
Spiritualität
Übungsweg
geistige Entwicklung

Die Seminarreihe beschäftigt sich mit fünf zentralen Themen des Menschseins als Impuls auf dem Wege der geistigen Entwicklung. Sie bietet eine weite Perspektive aus Gebetsformen und Texten: den Psalmen, der christlichen Mystik, den Weltreligionen, dem Kirchenjahr und dem Lebenszyklus. In jedem Modul wird ein Themenkomplex inhaltlich und bewegungsmäßig erarbeitet.

Das Bewegungsprogramm beinhaltet Beispiele aus den Kreistanztraditionen der Länder Ost -und Südosteuropas, Indiens, der jiddischen Kultur und der Roma sowie Gebetstänze zu klassischer und sakraler Musik aus dem Archiv von Bernhard und Maria Gabriele Wosien.

Die Arbeit der Referentin in dieser Seminarreihe ist inspiriert von Willigis Jäger und dessen Vision der integralen Spiritualität, die den großen Erfahrungsschatz der östlichen und westlichen Weisheit und ihrer Übungswege miteinander vereint.

"Eins zu werden mit dem Schritt, das hat die gleiche Wirkung wie das Einswerden mit dem Atem oder dem Laut. Der Körper ist das Instrument in dem Gott erklingt" (Willigis Jäger).

Die Seminarreihe befähigt die TeilnehmerInnen, die erlernten Themen und Tänze an Interessierte weiter zu geben. Dazu werden etwas Tanzerfahrung und die Bereitschaft zur Teilnahme an allen 5 Modulen vorausgesetzt. Sofern es die TeilnehmerInnenzahl erlaubt können auch einzelne Seminare besucht werden.

Das sagen die AbsolventInnen zur Seminarreihe....

Teilnahmebeitrag:

€ 625,- / 615,-(mit BHCard) für die gesamte Seminarreihe

€ 145,- / 140,-(mit BHCard) für ein Einzelseminar

Begrenzte TeilnehmerInnenzahl, Anmeldung erforderlich.

Anmeldeschluss für die Seminarreihe: 15. Dezember 2016,

für Einzelseminare jeweils 14 Tage vor dem Termin

Themen und Termine:

  1. Tanzbilder des Weges - Ursymbol des Gehens mit Gott
    17.-19. Feber 2017
    Die uns überlieferten Psalmen sind ein Schatz der hebräischen Bibel. In poetischer Sprache bringen sie innere Befindlichkeiten in archetypischen Bildern zum Ausdruck, die uns je nach Lebenssituation und Alter immer wieder neu ansprechen und zu einer Quelle der spirituellen Weiterentwicklung werden können. Vom Psalm1 inspiriert wollen wir uns in diesem Seminar auf die Spur weisheitlicher Wege begeben um tanzend meditierend jenen Heilsbogen zu beschreiten, der -gemäß der Erfahrung des israelitischen Gottesvolkes- an seinem Ende in das große Finale des Jubels „Hallelu-Jah“ einmündet.

  2. Tanzbilder der Einkehr - Innehalten-Sehnsucht-VerbundenSein
    31.3.-2.4. 2017
    Das Gefühl des getrennt Seins vom Urgrund gilt als die tiefste Ursache des menschlichen Leidens. In den Texten der Mystiker/ innen, aber auch z.B. in den Psalmen wird die Sehnsucht nach Gottesnähe eindrucksvoll thematisiert. Innehalten, der Sehnsucht in Wort und Tanz begegnen und die Spurensuche nach Wegen zu ihrer Erfüllung, werden Inhalte dieses Wochenendes sein.

  3. Tanzbilder der Erneuerung - Aufbruch-Lebenskraft-Zuversicht
    19.-20. 5. 2017
    In der hebräischen Bibel gibt es zahlreiche Belegstellen über den Geist, die Ruach.Sie schwebt am Anfang der Schöpfung über die Urflut. Sie ist die dynamische Kraft, die besonders in Umbruchzeiten als Kraft des Aufbruchs wirkt und seit Ägypten den Rettungsprozess vorantreibt. In der Pfingstikone senkt sich der Geist in Form von Feuerzungen auf die Apostelschaft, damit sie entflammt bzw. begeistert werde in der Nachfolge Christi. Im tänzerischen Nachvollzug der weisheitlichen Texte und Bilder und vor dem Hintergrund der aufsteigenden Lebenskräfte in der Natur, wollen wir die Erneuerungskraft des Geistes und des Lebens feiern.

  4. Tanzbilder der Wandlung - Jahreskreis und Lebenskreis
    15.-17. 9. 2017
    Seit jeher haben die Menschen Tanz und Ritual benutzt um sich selbst als Teil des Naturkreislaufs zu begreifen und seine Gesetzmäßigkeiten zum Ausdruck zu bringen. In den Kreis-und Reigentänzen Südosteuropas sind uns bis heute zahlreiche Beispiele erhalten geblieben. Einst wurde dieses gut gehütete Wissen nur innerhalb der Dorfgemeinschaften von Generation zu Generation weiter gegeben. Heute dürfen auch wir uns daran bedienen um die äußeren Vorgänge in der Natur mit dem inneren Lebensprinzip in Verbindung zu bringen und den Wandel tanzend zu meditieren.

  5. Tanzbilder der Fülle - Lob und Dank
    17.-19.11. 2017
    Lobpreis ist eine Antwort auf Schönheit, auf Gnade und auf Freude. Das biblische Psalmenbuch als Antwort des Volkes Israel auf seine Erfahrungen mit Gott, endet mit dem großartigen Schlussvers: Alles was atmet, lobe den Herrn! - Nach Meinung des Psalms liegen Ziel und Vollendung des Lebens im Bejahen von Gottes Gegenwart, nicht um etwas zu erhalten, sondern aus Staunen, Dankbarkeit und Freude. Zur festlichen Zustimmung zum Leben als einer allen gemeinsamen Gabe will der Psalm alle Lebewesen vereinen.Unsere Teilhabe am Ganzen tanzend meditierend zu feiern und der Freude am Leben Ausdruck zu verleihen, dazu lädt dieses letzte Seminar der fünfteiligen Reihe Sakraler Tanz herzlich ein.


 HINWEIS: die nächste Seminarreihe startet im April 2018 im Bildungszentrum St. Virgil/ Salzburg

AnhangGröße
lg_sakralertanz_bixa_grossrussbach2017_folder.pdf463.89 KB