Diese Fragen habe ich schriftlich beantwortet.

1. Bitte stelle dich den Leserinnen kurz vor:

Mein Name ist Dani Wildprad und Wien ist meine Heimatstadt. Meinen Erstberuf, Musicaldarstellerin, habe ich über 13 Jahre in verschiedenen Großproduktionen wie z. B. Mamma Mia, Die Schöne und das Biest ausgeübt. Mittlerweile arbeite ich als selbständige Heilmasseurin und Dozentin für Tanzmeditation in Wien.

 

2. Wo liegt dein tänzerischer Hintergrund?

Ich hab mit acht Jahren mit Ballett angefangen und irgendwann kamen Jazz und Steppen dazu. In der Musicalausbildung wurden diese Stile vertieft und mit Modern und Akrobatik, neben all den anderen Fächern erweitert. Wir hatten ganz unterschiedliche Lehrer, oft aus den – gerade in Wien laufenden – Produktionen, sodass ich das Glück hatte, ganz unterschiedliche Tanzstile lernen zu dürfen. 2012 lernte ich Nanni Kloke und ihre Art zu tanzen kennen und lieben und entschloss mich, bei ihr die Ausbildung zu machen, um meine Freude an andere weiter geben zu können.

 

3. Was ist dein aktueller, thematischer Tanzschwerpunkt?

Die Tanzmeditation nach der Harmonie Methode® von Nanni Kloke. Die in den Tänzen behandelten Themen sind sehr breit gefächert und reichen von Zyklen zu Büchern wie Momo oder Der kleine Prinz bis zu sakralen Themen wie die Misa Criolla oder zu Naturverbundenem wie z.B. Earth Prayer.

 

4. Beschreibe uns bitte für wen und wo du deine Kurse anbietest?

Bei mir kann jeder tanzen, der tanzen möchte und Lust hat, sich über den Tanz besser kennen zu lernen und Freude an der Bewegung und am Miteinander hat. Momentan tanzen wir in der Praxis Bewegte Menschen im 18. Bezirk, sind aber auch auf der Suche nach einem größeren Raum, was aber nicht so einfach ist. Falls also jemand einen Tipp hat, wäre das sehr hilfreich.

 

5. Welche Träume, Wünsche, Visionen hast du in Bezug auf den Tanz?

Ich träume davon, dass wir uns irgendwann von unserem Perfektionsgedanken, der uns im Grunde genommen stetig limitiert, verabschieden können. Ich höre so oft den Satz: „Aber ich kann doch nicht tanzen!“ Jeder der atmet, kann tanzen … jeder von uns hat einen Körper und der Körper ist zum Bewegen da! Das heißt, ich wünsche mir, dass sich immer mehr Menschen trauen zu tanzen und ihren Körper als ihr Instrument, ihren Freund erfahren und
lernen sich über ihn auszudrücken. Wie oft suchen wir nach den richtigen Worten oder Sätzen, während es der Körper in nur einer einzigen Bewegung in der richtigen Nuance sofort ausdrücken könnte. Meine Vision ist, dass man Tanz als Heilmethode anerkennt und er in Europa, so wie es schon in Brasilien möglich ist, auf Rezept verordnet werden kann. Im Tanz verbinden sich Körper und Seele, er bringt nonverbal Dinge zum Ausdruck, die sich oft nicht in Worte fassen
lassen, weil es viel zu schmerzhaft wäre und unterstützt damit den Körper bei der Selbstheilung.

 

6. Gibt es ein Motto oder Spruch, der für dich wichtig ist?

Dass die einzige Konstante im Leben die Veränderung ist, durch die man stetig wachsen und
lernen darf. Das einzige Hindernis ist man selbst.

 

7. Was ist deine nächste Tanzveranstaltung?

Neben meinen regelmäßigen Tanzabenden, die man auf meiner Homepage findet, ist dieses
Jahr die Misa Criolla das Hauptthema.

In Österreich: Vom 6.-9.2.2020 findet der nächste offene Arbeitskreis zur Misa gemeinsam mit Eva Böhm im Schloss Laubegg (Stmk) statt. Mehr Info und Anmeldung.

Weiters wird es zwei Wochenenden (April/Mai) in Wien geben, in denen ich die Misa Criolla für die lange Nacht der Kirchen am 5.6. einstudiere. Interessierte sind herzlich willkommen. Es ist
allerdings notwendig, dass man an mindestens zwei Trainingswochenenden teilgenommen
hat, immerhin dauert die gesamte Choreografie 25 Minuten. Mehr Info und Termine

In Deutschland: 20.-23.August 2020 Bad Herrenalb, gemeinsam mit Margot Schindele. Mehr Info