Ausgerechnet am Vormittag des 10. April 2026 schneite es. Während draußen winterliche Flocken fielen, wurde es im großen Saal der Pfarre am Akkonplatz in Wien warm, lebendig und bewegt: Wir, 85 Tänzerinnen und Tänzer kamen zu unserem diesjährigen choretaki-Tanztag zusammen.
Der Tag stand diesmal gleich unter mehreren besonderen Vorzeichen. choretaki feiert heuer 15-jähriges Bestehen, gleichzeitig feierten wir den ersten Geburtstag unseres Vereins „Tanznetzwerk choretaki – Verein zur Förderung von gemeinschaftlichem Tanz, Interkulturalität und Vernetzung“. Und auch der Internationale Tanztag, der bald bevorsteht und seit Jahren Anlass für unseren choretaki-Tanztag ist, war bereits spürbar.
Besonders freute uns, dass der Tanztag diesmal erstmals ohne Warteliste stattfinden konnte. Der größere Saal am Akkonplatz machte es möglich, dass alle Interessierten Platz fanden. Hier ein kleiner Eindruck dieses besonderen Tages:
Vielfältige Tänze – von Erdung bis Innenschau
Andrea Löw, seit 2021 engagiertest und aktives Mitglied im choretaki-Team, eröffnete den Nachmittag mit zwei Tänzen und brachte die Gruppe rasch in Bewegung.
Danach übernahm Agnes Blumenschein und sorgte mit Afro-Dance für Erdung, Rhythmus und Schwung. Auch eine gute Portion an Koordination und Körperwahrnehmung wurde den Tanzbegeisterten dabei entlockt! "Ich liebe afrikanischen Tanz, die Rhythmen und die vielfältige Musik, bei der alles in Bewegung kommt und ich mich lebendig, stark und zugleich leicht fühle." Diese Liebe, Leichtigkeit und Lebendingkeit versprühte Agnes mit ihren freudigen, kraftvollen Bewegungen und Rhythmen im ganzen Raum und ließ die Gruppe spürbar schwitzen und zusammenwachsen.
Larissa Breitenegger lud schließlich zu slawischen Ziehtänzen ein – Tänzen, die eigentlich mehr Geh-Formationen sind. Sie führte so die Verbindung - in Leichtigkeit und Tiefe zugleich: "Die Geometrie dieser Tänze spiegelt etwas von den Bewegungen der Himmelskörper und des Universums wider. Lächeln und Augenkontakt sind dabei unsere "Technik": Durch den Augenkontakt entsteht eine unmittelbare Verbindung zu unseren Seelen – und damit zur Unendlichkeit. So verleihen wir den Reigen ihr Volumen."
Den Abschluss gestaltete Ulli Bixa, choretaki-Gründerin, diesmal erstmals beim choretaki-Tanztag mit Sakralem Tanz – Tanz als Gebet. Sie führte uns in Einkehr und Innenschau, in Tiefe und kosmische Dimensionen, etwa bei einer bewegten Meditation zum indischen Mantra Loka Samasta. So klang der Tanztag ruhig, berührend und stimmig aus.
Zum Schluss brachte Eva Böhm noch zwei Tänze ein - passend zur Jahreszeit eine Frühlingsserenade, und setzte damit einen ebenso und verbindenden Schlusspunkt.
Ein Buffet, das verbindet
Auch die Pause war heuer etwas Besonderes. Zum ersten Mal sorgten wir als Verein selbst für die kulinarische Gestaltung: Wir stellten Kaffee und Tee zur Verfügung, und die Teilnehmenden brachten Kuchen, Gebäck und Snacks mit.
So entstand ein reich gedecktes, buntes Buffet, das ebenso vielfältig war wie der Tanztag selbst. In der Pause wurde geschlemmt, geredet, gelacht und weiter Gemeinschaft gelebt.
Danke für Unterstützung und Mittragen
Vor allem aber danken wir allen, die gekommen sind, mitgetanzt, etwas zum Buffet beigetragen und die besondere Stimmung dieses Tages mitgetragen haben.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch der Raiffeisenbank Korneuburg, die unseren Tanztag mit einer Spende von 300 Euro unterstützt hat und damit zu einem gelingenden Tag beigetragen hat.
Wenn wir auf diesen Tag zurückblicken, ist viel Dankbarkeit spürbar: Für die Begegnungen, für die Vielfalt, für die Wärme – und dafür, dass wir gemeinsam einen Tag voller Tanz, Verbindung und Lebendigkeit erleben durften. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!

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